19. Januar 2012 von Ruth Roettges

Region ohne Grenzen: ein Workshopbericht

Unter dem Namen Region ohne Grenzen entstand vor kurzem ein Deutsch-Niederländisches Projekt mit dem Ziel, wirtschaftliche und kulturelle Barrieren zwischen den Nachbarländern zu überwinden.

ranketing, mit seinem Firmensitz in dieser Region und mit Birthe Stuijts als Geschäftsführerin mit niederländischen Wurzeln, verfolgt die Aktivitäten des Projektes mit großer Neugier. Schließlich hat ranketing bereits im vorigen Jahr eine ähnliche Partnerschaft unter dem Namen Speedconsult mit ins Leben gerufen.

Schon von Beginn an schafft Region ohne Grenzen Räume, um interssierte Partner aus Unternehmen und Einrichtungen zusammen zu bringen. Erst gestern durften wir erleben, wie genau das geht – im Open Space Workshop in der Akademie Schloß Krickenbeck.

Open Space

Open Space ist eine Form des Workshop, bei dem es keine Dozenten, keine festen Themen und keine Agenda gibt. Aus der Erfahrung, dass die Pausen innerhalb von Seminaren und Workshops die meiste kreative Energie hervorbringen, entwickelte der erfahrene Dozent Harrison Owen in den USA diese Technologie, die sich immer weiter verbreitet.

Thema: Suchen und Finden im Nachbarland

Im Open Space beanspruchen die Teilnehmer, die es wünschen, einen Raum für ein Thema oder eine Frage ihrer Wahl. An einer großen Pinnwand bieten Sie das Thema an und begeben sich in den dafür vorgesehen Raum. Dort werden sich schon bald alle an dem Thema interessierten Teilnehmer zusammenfinden.

Schon häufig stellte ich mir die Frage, wie Käufer und Anbieter ihre Geschäftspartner im Nachbarland finden mögen. In einem gemütlichen Raum im Torhaus der Schloßanlage in Krickenbeck trafen sich insgesamt 8 Personen, die zu dem Thema einiges zu sagen und zu fragen wussten.

Gute Ergebnisse aus Erfahrung

Nachdem wir alle unsere Tricks für die grenzübergreifende Suche vorgestellt hatten, konnte die Gruppe folgende Ergebnisse als Empfehlung zusammen fassen:

<Suchwort> + Deutschland / Duitsland / Niederlande / Nederland

findet Anbieter im Nachbarland. Voraussetzung scheint jedoch, dass das Suchwort auch auf der Webseite des Nachbarn in der Suchsprache vorkommt. Daraus wurde geschlossen, dass einUnternehmen, das den Markt des Nachbarlandes erobern möchte, seinen Internetauftritt besser mehrsprachig ausrichtet.

<Suchwort in der Landessprache> + Deutschland / Duitsland / Niederlande / Nederland

mit einer solchen Kombination finden wir natürlich auch Firmen im Nachbarland, die ihren Internetauftritt nur in ihrer Landessprache ausrichten. Als Übersetzungsdienste wurden Google Translations und leo.org genannt

<Suchwort> + nederlands + duits oder <suchwort> + deutsch + niederländisch

findet die Unternehmen und Einrichtungen, die bereits jetzt grenzübergreifend arbeiten. Dazu zählen z.B. auch die Unternehmen mit Niederlassungen in beiden Partnerländern, oder Agenturen, die sich für das grenzüberschreitende Wirtschaften spezialisiert haben.

Andere Wege der grenzüberschreitenden Kontakte

Nutze den UnterschiedTeilnehmer aus der Workshop-Gruppe berichteten von guten Erfahrungen mit Sozialen Netzwerken wie Xing und LinkedIn, über die sie schon erfolgreiche Partnerschaften herstellen konnten. Neu hinzugekommen ist das Portal der Region ohne Grenzen unter dem Namen “Nutze den Unterschied”. Auch der Kontakt zu Agenturen wir ranketing oder Speedconsult hat sich in der Praxis bewährt.

Fazit

Die Gruppe war sich einig darüber, dass deutsche Anbieter für Produkte und Leistungen in den Niederlanden ihr Internetangebot unbedingt auch in Niederländisch vorhalten sollten.

Ergebnisse insgesamt

Jede Themengruppe hat ihre Ergebnisse auf einem Flipchart zusammengefasst und am Ende der Tagung präsentiert. Hierzu wird es in Kürze eine Foto-Dokumentation unter http://nutze-den-unterschied.eu/fotoalbum geben.

Und am Rande

Es gab zahlreiche interessante Gespräche am Büfett oder an der Kaffeebar. Fasziniert hat mich die Aussage einer Niederländerin, dass man dort mit erhobenem Zeigefinger geschult wird, bei einer Verabredung in Deutschland immer und unbedingt pünktlich zu sein. Ein Image, das mir als Deutsche nun gar nicht so behagt. Möge der (deutsche) Leser dieses Beitrags für sich entscheiden, wie er es zukünftig mit der deutschen Pünktlichkeit halten möchte.
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