Juli 2010

Dienstag, 27. Juli 2010 von Kai de Haan

Grünzeug gegen nervige Fliegen

Zur Sommerzeit werden Fliegen im Büro immer wieder lästig.

Wir haben uns deswegen neben der klasischen Fliegenklatsche auch etwas neues überlegt: Warum nicht eine kleine Sammlung von Fleischfressenden Pflanzen besorgen, welche die Arbeit erledigen?

Gefragt, getan: Ein kurzer Ausflug in den örtlichen Baumarkt später, waren wir Besitzer einer kleinen Sammlung gefräßiger kleiner Pflänzchen.

Venusfliegenfalle

Die wohl bekannteste aller Fallen ist die Venusfliegenfalle. Mit ihren Fangmäulern ist sie in der Pflanzenwelt auch unter den Fleischfressern einzigartig. Unsere Pflanze ist noch recht jung und deshalb noch größtenteils grün, jedoch nimmt sie bei genug Sonnenlicht eine tiefrote Farbe in den Fangblättern an und zieht somit Insekten effektiver an.

Im Blatt befinden sich kleine Borsten mit der die Pflanze spürt ob etwas auf ihr gelandet ist. Wenn diese Borsten auf kurzem Zeitraum mehrmals berührt werden, schnappt die Pflanze blitzschnell zu und das Insekt ist gefangen.

Je nach Größe kann das Verdauen der Beute bis zu 10 Tage dauern. Danach öffnet sie sich wieder.

Kannenpflanze

Auch ziemlich bekannt sind die Kannenpflanzen. Diese locken insekten an, welche dann in die Kanne rutschen und in der Verdauungsflüssigkeit ertrinken (und dann in einigen Tagen verdaut sind).

Die Verdauungsflüssigkeit besteht aus einer Mischung von Regenwasser und einer Mischung einiger Enzyme und Bakterien. Besser nicht trinken. Oh halt. Einige Völker tun dies.

Schlauchpflanzen

Den Kannenpflanzen sehr ähnlich sind die Schlauchpflanzen. Auch diese sind passive Fallgruben, jedoch besteht hier die Falle aus dem kompletten Blatt anstatt eigenständige Fallen.

Kap-Sonnentau

Die Tentakel des Sonnentaus ist mit Drüsen übersät welche eine klebrige Substanz absondern, in der sich anschließend die Insekten verfangen. Wenn ein Insekt in den Fängen gelandet ist, rollt sich der Tentakel langsam um die Beute und Verdauungssekret zersetzt diese anschließend bis nur noch die unverdaulichen Überreste wie Chitinpanzer übrig bleiben.

Hier eine Fliege welche dem Sonnentau zu Opfer gefallen ist:

Fettkraut

Die noch am “langweiligsten” wirkende Pflanze ist das Gemeine Fettkraut. Es lockt kleine Fliegen und Ameisen mit seinem Sekret an der Blattoberseite an, welche dann darauf kleben bleiben. Verdauungssekrete zersetzen dann die beute bis nur noch Chitin übrig bleibt.

Diese Pflanze ist besonders in Küchen sehr nützlich, da diese sich sehr effektiv um Fruchtfliegen kümmert ;)

Alles in Allem bin ich von der Evolution immer wieder Fasziniert.

Mittwoch, 07. Juli 2010 von Birthe Stuijts

Ausgebuddeltes ordentlich erfasst

Logo Wodan.ieHinter diesem Logo verbirgt sich die Website http://www.wodan.ie, ein Projekt aus dem Forschungsbereich Archäologie, beheimatet in Irland. Die WODAN Datenbank ist eine Datenbank für Holz- und Holzkohle-Daten von irischen archäologischen Ausgrabungsstellen, die die Möglichkeit bietet, dass die Daten international verwendet werden können. Was ranketing mit Archäologen in Irland zu tun hat, wird vielleicht deutlich, wenn man diese Seite anklickt. Dr. Ingelise Stuijts… – die Namensgleichheit ist nicht zufällig. Ingelise ist meine Schwester und wohnt in Irland, wo sie als Archaeobotaniker beim Discovery Programme arbeitet.

Ingelise arbeitet mit allen Arten von pflanzlichem Material, wie Holz und Holzkohle. Von jedem Stückchen Holz und Holzkohle ist es in der Regel möglich, die Art zu bestimmen (Eiche, Tanne, Hassel, Birke, Pappel usw.). Dies kann etwas über die Zusammensetzung der Wälder in der Gegend sagen, wo prähistorischen Menschen lebten. Manchmal ist es sogar möglich zu sagen, ob die Holzstückchen vom Boden gesammelt wurden, oder ob sie von den Baumzweigen gehackt wurden. Manchmal gibt es Hack-Abdrucke, woraus man schließen kann, ob Stein, Bronze oder Eisen-Werkzeug verwendet wurde. Dieses wiederum gibt Aufschluss darüber, welche Werkzeuge die Menschen früher verwendeten und wie sie diese eingesetzt haben. Die Anordnung der Funde gibt viele Hinweise über die Natur unserer Vorzeit, und zeigt, wie und wo die Menschen gesiedelt haben. Ein spannendes Forschungsgebiet, wie ich finde.

Viele Forschungsdaten, wenig Überblick

Nun ist es so, dass all die Funddaten von Holz und Holzkohle zur Zeit europaweit nicht zentral erfasst werden. Jedes Land, oft sogar jeder Archäobotaniker, hat ein eigenes System. Oft sind es Excel-Tabellen, viele arbeiten sogar noch auf Papier. Es gibt einige wenige Datenbanken wie z.B. ArboDat, die diverse archäobotanische Forschungsdaten erfassen, aber keine, die einen Gesamtüberblick vermittelt. Und schon gar nicht online. Endergebnisse gibt es pro Institut oder Archäobotaniker oder Ausgrabung, aber es ist sehr schwer einen Gesamtüberblick für jedes Land zu erhalten oder zu erstellen.

Meine Schwester träumte nun schon lange davon, ein zentrales Datenbanksystem für Holz und Holzkohle für Irland aufzusetzen, und zwar so, dass es möglicherweise in der Zukunft europaweit genutzt werden könnte. Modular sollte es sein, jeder sollte seine Daten eingeben können, umfassende Analysen sollten möglich sein, die sich nicht nur auf eine einzige Ausgrabungssite stützen. Darüberhinaus schafft eine solche Datenbank ein zentrales Datenarchiv für Holz und Holzkohle, was zur Zeit in dieser Form auch noch nicht existiert.

INSTAR – Irish National Strategic Archaeological Research

In 2008 wurde INSTAR, the Irish National Strategic Archaeological Research in Irland ins Leben gerufen. Ein Fonds des irischen Heritage Councils:

INSTAR [the Irish National Strategic Archaeological Research] unterstützt thematische archäologische Forschung. Es unterstützt Projekte, die kurz- bis mittelfristige finanzielle Unterstützung bedürfen und eine Möglichkeit zur Nationale oder internationale Zusammenarbeit ermöglicht.

Dies war der Moment für Ingelise, ihren Traum wahr zu machen, sie stellte einen Antrag, der von INSTAR angenommen wurde. Und hier kommt nun Birthe Stuijts ins Spiel. :-)

Ich hatte schon 1994 für Ingelise eine Datenbank für ihre Daten in Access programmiert. Diese wurde im Laufe der Jahre weitergeführt und immer wieder erweitert. Diese Datenbank stellt die Basis des Konzeptes für WODAN dar, die dann von Dr. Ingelise Stuijts und Sarah Cross-May weiterentwickelt wurde und von Ingelise über 10 Jahre verwendet wurde, sowie die Datenbank von Margaret Gowen & Co. Ltd., ebenfalls eine Weiterentwicklung der Datenbank aus 1994.

Als es nun voran gehen sollte mit dem Projekt Datenbank, holte man uns von ranketing als Berater bei der Konzepterstellung hinzu. Erste Arbeitsgespräche fanden in Leiden mit BIAX-Consult, RACM und ranketing statt.

Konzeptionsphase

Leider kam in 2009 die finanzielle Krise, was einen Antrag auf eine Finanzierung für ein weiteres Jahr erschwerte, denn vorhandene Gelder vom Staat wurden halbiert. Aber – große Freude in Irland – Ingelises Antrag wurde wieder angenommen. :)

2009 wurde dann die Datenbank programmiert – und viele Kontakte und Inspirationen mit Archäologen weltweit fanden statt. Ende 2009 gab es dann einen internationalen Wodan-Workshop, wo es außer der Vorstellung von WODAN insbesondere darum ging, internationale Standards und Methoden für Analyse und Datenerfassung von Holz und Holzkohle zu finden. Auch hier waren wir von ranketing als Datenbankspezialisten beratend mit von der Partie. Von Amerika bis in die Schweiz nahmen an diesem Event Menschen aus der ganzen Welt teil – ein deutliches Anzeichen, dass Ingelises Traum auf sehr großes internationales Interesse stößt.

Vor einigen Wochen wurde nun bekannt, dass auch in 2010 ein letztes Mal Geld für INSTAR zur Verfügung gestellt werden würde. Wieder reichte Ingelise ihren Antrag ein. Unlängst haben wir erfahren, dass auch dieser Antrag wieder genehmigt wurde. Jetzt kann die Datenbank mit Leben gefüllt werden. Herzlichen Glückwunsch!

Freitag, 02. Juli 2010 von Birthe Stuijts

Adwords optimal ausgenutzt

Seit 2008 betreuen wir den Online Shop für Molton und Bühnenmolton, die molton-web Roling GmbH. Guido Roling vertreibt Molton insbesondere für Veranstaltungsräume, Molton Stoffe da Molton sich wegen seiner Eigenschaften gleichermaßen sehr gut für Schalldämmung und Dekoration eignet.

Am Anfang unserer Zusammenarbeit stand erst einmal eine genaue Analyse der für das Unternehmen relevanten Suchbegriffe auf dem Programm. Anhand der Ergebnisse haben wir das Werbebudget so gezielt einsetzen können, dass der Umsatz kontinuierlich gewachsen ist. Im Verhältnis zum Wachstum konnten die Kosten pro Bestellung durch die stetige Optimierung spürbar gesenkt werden.

Für jeden Shop, der Adwords einsetzt, ist die Kostenplanung relevant, denn das Ziel eines Shops ist eher selten reines Image. Genau diesen Aspekt berücksichtigen wir bei ranketing bei der Auswertung der Ergebnisse. Wir schauen nicht nur auf die Conversions und Kampagnenergebnisse, sondern auch auf die Umsätze im Shop. Je nach Shop-Software gibt es hierbei individuelle,  auf den Kunden zugeschnittene Auswertungen. So hat das Programmier-Team für einen alten XT-Commerce-Shop eine Auswertung programmiert, die angibt, wie viele Neukunden bestellt haben. Ebenso gibt es saisonale Analysen wie zum Beispiel intensive Weihnachtskampagnen. Auch individuelle Produktanalysen sind möglich. Welche Produkte gehen unter welchen Umständen am besten?

Genauso unterschiedlich wie die Shops mit ihren Produkten und Absatzmärkten sind, so unterschiedlich gestaltet sich auch der Einsatz von Werbung über Adwords – es gibt keine erfolgreiche Werbung von der Stange. Bei molton-web weiß man die individuelle Betreuung zu schätzen. Guido Roling, Geschäftsführer des Unternehmens über unsere Zusammenarbeit:

“Monatlich bekommen wir eine Zusammenfassung der aktuellen Ergebnisse mit einer Bewertung. Durch diese Bewertung können wir selber entscheiden, ob wir etwas ändern wollen oder ob alles zu unserer Zufriedenheit ist. Vielen Dank für diese Möglichkeit.”

Und wir von ranketing sind immer wieder aufs Neue dankbar für das Vertrauen. So macht Arbeit Freude! Diese Arbeit wird natürlich auch dadurch erleichtert, wenn ein Kunde selbst zufriedene Kunden hat, was im Falle von molton-web durchaus der Fall ist. Guido Roling schickte uns den Link zu einem Video, das wir Ihnen hier gerne zeigen möchten. Da hat ein junger Mann alias Wohnprinz ein sehr aufwändiges Video über die Umgestaltung eines Raumes gedreht. Und dabei quasi live on stage Produkte unseres Kunden molton-web: